Mittwoch, 4. Februar 2009

Lokalbahn im Lokaleigentum

Gestern in aller Herrgottsfrühe haben wir in der Lokalbahn Frühstück verteilt. Wilfried Haslauer sagte scherzhaft "Bordservice", als er den Fahrgästen "seiner" S1 die Sackerl mit Kipferl und Kakao in die Hand drückte. Die Stimmung war sehr freundlich, die Menschen schätzen, glaub ich, dass er seine Lösungskompetenz für das Land einsetzt.






Ich bin mit einer Frau ins Gespräch gekommen, die auf dem Weg zu ihrer Arbeit im Krankenhaus Oberndorf war. Die Privatisierung an sich sei nicht vor vorn herein schlecht, sagt sie, man wisse halt nicht, was in Zukunft ist.
Für mich ist das der springende Punkt. Es gibt bestimmte Dinge, wie ein Krankenhaus oder ein öffentliches Verkehrsmittel, öffentliche Infrastruktur, die in öffentlicher Hand bleiben müssen. Gerade in Zeiten, in denen die wirtschaftliche Zukunft unsicher ist. Das Gespräch hat mich sehr an die Zeit vor vier Jahren erinnert, als ich zusammen mit Michael Neureiter und Wolfgang Eisl das Cross-Border-Leasing-Geschäft der Stadt Salzburg mit ihrer Kanalisation verhindert habe. Heinz Schanden wollte den Kanal der Stadt in die USA verkaufen, wir Drei waren gleich dagegen. Michael und ich aus unserer intuitiven Einschätzung heraus, weil da etwas nicht stimmen kann, wenn jemand in Amerika auf unser Abwasser scharf ist. Wolfgang Eisl hat das Ganze aber wirtschaftlich durchschaut, er sah voraus, was sich wenig später bestätigte, dass das Geld sprichwörtlich im Gully verschwindet.


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